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Ursprung des Engagements

Ursprung des Engagements

Die Ursprünge des Bürgerschaftlichen Engagements reichen bis ins antike Griechenland zurück. Dem Politiker und Strategen Perikles (um 490 – 429 v. Chr.) wird der Satz zugeschrieben „Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger“.

 

In Deutschland kann man das Ehrenamt und die politische Mitbestimmung des städtischen Bürgertums erstmals an der Preußischen Städteordnung von 1808 festgeschmachen. Damit wurden vor über 200 Jahren die Grundlagen für die kommunale Selbstverwaltung gelegt. Bürger der Städte konnten nach dieser Verordnung zur Übernahme öffentlicher Stadtämter verpflichtet werden, ohne dafür Entgelt beanspruchen zu können. Heute entsprechen diese Ämter unseren Gemeinderätinnen und Gemeinderäten.

 

In dieser Tradition stehen vergleichbare Ehrenämter: Schöffen vor Gericht; Betriebs- und Personalräte in Unternehmen und Verwaltungen, Vereinsvorstände, Kirchengemeinderäte und andere mehr. Sie alle nehmen für eine bestimmte Zeit genau umrissene gemeinschaftliche Anliegen unentgeltlich oder gegen Aufwandsentschädigung wahr.

 

Allerdings hat der gesellschaftliche Wandel auch das Ehrenamt erfasst. Ringsum wird ein Rückgang des Ehrenamtes beklagt, abzulesen an der Mitgliederentwicklung großer Organisationen. Vereine im Sport oder im kulturellen Umfeld finden kaum mehr Engagierte, die ehrenamtliche Vorstandsfunktionen übernehmen wollen; Parteien und Gewerkschaften haben deutlich an Mitgliedern und damit an freiwillig Engagierten verloren.

 

Die Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu engagieren, ist jedoch weiterhin vorhanden und zeigt sich unter anderem im Bürgerschaftlichen Engagement. Die Unterschiede zum herkömmlichen Ehrenamt zeigen sich deutlich. Während das "klassische" Ehrenamt in Organisationen erfolgt, bestimmt das individuelle Interesse an den Inhalten der Arbeit das neue Engagement. So sind auch die Mitgestaltung an Inhalt, Umfang und Dauer der freiwilligen Arbeit bedeutsame Motive für das Engagement. Ebenso erfolgt die Mitwirkung an Initiativgruppen, Projekten und Aktionen, was die Dauer und den Umfang angeht, selbstbestimmt.

 
Engagierte in Baden-Württemberg

Engagierte in Baden-Württemberg

Fast jeder zweite Baden-Württemberger engagiert sich Tag für Tag allein in Baden-Württemberg freiwillig und unentgeltlich für andere Menschen, in Initiativen oder Projekten.

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Was ist Engagement?

Was ist Engagement?

Neben dem Begriff des „Ehrenamts“ existieren noch weitere Begriffe ähnlicher Bedeutung wie Bürgerschaftliches Engagement, Bürgerengagement usw.

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